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SV Roßbach/Verscheid 1968 e.

 

Wiedtalderby Kreisliga D Nordwest:

Sonntag, 30.04.17 - 12:30 Uhr  SG Niederbreitbach/Waldbb. III - SV Roßbach/Verscheid II

Kreisliga A:

Sonntag, 30.04.2017 - 14.30 Uhr  SV Roßbach/Verscheid - SV Rheinbreitbach

 

 

 

SVR macht einen riesen Schritt Richung Austieg

 

Der SV Roßbach ist auf dem Weg in die Kreisliga A nicht mehr zu stoppen

Roßbach. Mit einem deutlichen 6:1 (3:1) schickte der Tabellenführer der Fußball-Kreisliga B Nord, SV Roßbach/Verscheid, seinen Gast von der SG Vettelschoß/St. Katharinen auf die kurze Heimreise. Der Weg in die nächsthöhere Spielklasse scheint für den ehemaligen Oberligisten ohne größere Baustelle geebnet zu sein.

Mit einer Schweigeminute und Trauerbinden am Ärmel gedachten die Roßbacher vor Beginn der Partie ihres langjährigen Mitglieds Josef Quester, eines verdienten Mannes der ersten Stunde, der vor wenigen Tagen plötzlich verstorben war. "Juppemann" hätte seine helle Freude am Auftritt seines SVR gehabt. "Wir hatten großen Respekt vor dem heutigen Gegner, denn nur so kannst du immer konzentriert bleiben", untermauerte der SVR-Trainer Uwe van Eckeren das Konzept des Erfolgs mit seiner Mannschaft. Der Coach, der seine Entscheidung nie bereut hat, nach dem Absteig aus der Oberliga und dem darauf folgenden freiwilligen Rückzug in die Kreisliga B dem Verein weiter die Treue zu halten, sieht sein Team auf einem guten Weg. Nach einer Viertelstunde des Abtastens erspielten sich die Wiedtaler die ersten Möglichkeiten. In der 18. Minute scheiterte Johannes Noll am SG-Torwart Thomas Radermacher, und eine Minute später bugsierte Andreas Schuster eine Hereingabe von Nico Weber aus fünf Metern mit dem Knie über die Querlatte.

Vettelschoß versuchte, die Räume für die schnellen Roßbacher Sturmspitzen eng zu machen, doch in der 24. Minute war es passiert. Liga-Torschützenprimus Noll ließ dem Gästekeeper nach Vorarbeit von Tom Puderbach mit einem Flachschuss keine Chance. Die Gastgeber verstärkten ihre Bemühungen und setzten die gegnerische Defensive, die bisher eine der sichersten der Liga war, gewaltig unter Druck. "Wir haben über einen kurzen Zeitraum nicht genügend dagegengehalten", kritisierte SG-Trainer Dirk Schommers. Noll betätigte sich als Vorbereiter zum 2:0 (33.). Sein Zuspiel nahm Nico Weber sehenswert mit der Brust an und fackelte nicht lange. Dann hatte Kapitän Alexander Becker, einzig verbliebener Oberligaakteur in der Mannschaft des SVR, seinen Auftritt. Zuerst bekam bei seinem harten, präzisen Distanzschuss Schlussmann Radermacher gerade noch die Fäuste hoch, den folgenden Eckball zirkelte Thomas Schuster genau auf den Kopf von Becker, und es stand 3:0 (36.). Als wenig später die Heimelf die angemahnte Konzentration vermissen ließ, nutzte das der Kreisliga A-Absteiger eiskalt. Vom Pfosten prallte ein Schuss von Stanislav Petker zu Patrick Kozauer, und der staubte zum 3:1 ab (44.).

Nach dem Wiederanpfiff versuchte Vettelschoß weiter, die Kreise des Spitzenreiters zu stören, was nur bedingt gelang. Ein Freistoß von Puderbach (56.), der Radermacher durch die "Hosenträger" rutschte, sorgte endgültig für die Entscheidung. Weitere zehn Minuten später ließ sich Noll nicht vom Ball trennen und erzielte seinen 23. Saisontreffer. Sein Kollege Nico Weber ließ sich nicht lange bitten und machte kurz vor Spielende das halbe Dutzend voll (81.).

Zwischenzeitlich hatte der Gast einen Mann weniger auf dem Platz, weil der eingewechselte Christian Tiefenau verletzt vom Feld musste. "Das bereitet mir jetzt mehr Sorgen als die Niederlage", ahnt Schommers nichts Gutes für Tiefenau und fand: "Eigentlich haben wir ein gutes Spiel gemacht und immer gekämpft." Kollege van Eckeren liegt mit seinem Team voll im Soll: "Unser ausgeglichener Kader setzt alle unter Druck, deshalb darf keiner die Zügel schleifen lassen. Die Jungs sind auch heute extrem stabil aufgetreten. Mein Kompliment."

SVR: Moritz Becker - Christoph Eichentopf, Andreas Schuster, Sebastian Chapé, Sascha Becker (78. Thomas Schneider) - Thomas Schuster, Alexander Becker - André Wagner (67. Lukas Prangenberg), Tom Puderbach, - Nico Weber, Johannes Noll (84. Maurice Kröll)

Jörg Linnig

Quelle: Rheinzeitung